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März 23, 2021

Richtig vorlesen (oder wie Du durch bessere Betonung und Intonation mehr Zuhörer gewinnst)

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März 23, 2021

Richtig vorlesen (oder wie Du durch bessere Betonung und Intonation mehr Zuhörer gewinnst)

Wenn Du ein Buch vorliest, klingt Deine Stimme eintönig und die Geschichte irgendwie langweilig? Ich behaupte, dass es den meisten Menschen beim Vorlesen so geht.

Man könnte sagen: Wer ein Buch richtig vorlesen kann, ist gesegnet oder hat Talent. Manchmal stimmt das auch. Aber richtiges Vorlesen kann man lernen.

Erfahre, wie Du mit der richtigen Betonung einen Text zum Leben erweckst.
Wenn Du ein Buch vorliest, klingt Deine Stimme eintönig und die Geschichte irgendwie langweilig? Ich behaupte, dass es den meisten Menschen beim Vorlesen so geht.

Man könnte sagen: Wer ein Buch richtig vorlesen kann, ist gesegnet oder hat Talent. Manchmal stimmt das auch. Aber richtiges Vorlesen kann man lernen.

Erfahre, wie Du mit der richtigen Betonung einen Text zum Leben erweckst.

Richtig vorlesen: Wie klingt richtig?


Wie klingt eine Geschichte, wenn sie richtig vorgelesen ist?

Das ist eine essentielle Frage. Mit meinem Laienwissen würde ich sagen, dass ein Buch dann richtig vorgelesen ist, wenn die Erzählung nicht vorgelesen wirkt. Wenn die Zuhörer abtauchen und voller Spannung den nächsten Satz verschlingen.

Ein paar Tipps zur Kunst des Vorlesens verraten wir in den nächsten Zeilen.

Was macht man beim Vorlesen eigentlich falsch?


Sobald wir in den Vorlese-Modus wechseln, verändern wir unsere Stimmlage von "normal" in hoch und monoton. Wir wiederholen, was wir mit den Augen lesen ohne zu interpretieren. Meistens lesen wir nicht fließend, sondern stottern, verhaspeln uns und am Ende wirkt alles sehr angestrengt.

Klar, wir müssen erst sehen, welche Wörter uns da entgegenkommen. Deswegen klingt ein Fragesatz oft wie eine Aussage. Klar, schließlich sehen wir das Fragezeichen erst, wenn wir am Ende des Satzes angekommen sind. Wir überlesen Komas und andere Satzzeichen.

Wie liest man denn dann richtig?

Die 7 wichtigsten Tipps, um richtig vorzulesen


1. Übertreibe und betone


Stell Dir vor, wie es wäre, wenn ein Schauspieler seinen Text nur runterlesen würde. Langeweile pur. Wir mögen Filme, weil sich die Schauspieler in ihre Rolle hineinfühlen, sie leben sie und genauso sprechen sie auch ihren Text. Wir glauben, es ist real, dabei haben sie ihren Text nur auswendig gelernt.

Wenn ein Politiker eine Rede hält, dann ist sie oft vom Teleprompter abgelesen. Aber so wirkt sie nicht.

Wenn ein Text authentisch wirkt, dann vor allem deshalb, weil der Vorlesende den Text wie eine Welle vorliest oder vorträgt. Die Stimme geht rauf und runter. Und je übertriebener die Betonung, desto aufmerksamer hören wir zu.

Die Stimme wird lauter, sie wird leiser, schneller und langsamer und betont dabei diverse Wörter innerhalb eines Satzes.

Wenn Du also das nächste Mal ein Buch richtig vorlesen möchtest, dann versuche so viel und so übertrieben wie möglich vorzulesen. Du wirst Dir sicherlich ziemlich idiotisch vorkommen, weil es contra-intuitiv ist. Aber genau dann macht es Deinem Zuhörer mehr Spaß zuzuhören.

2. Ein Tipp von Matthias Pöhm


Matthias Pöhm ist Rhetoriktrainer und bringt anderen Menschen bei, vor Publikum zu sprechen.

Was hat das denn mit dem Vorlesen eines Buches zu tun?

Wenn Du einen Text oder ein Buch richtig spannend vorlesen möchtest, dann hebe innerhalb eines Satzes mehrere Wörter besonders hervor. Auf den ersten Blick scheinen alle Wörter in einem Satz wichtig zu sein. Stell Dir das Vorlesen wie das Schwimmen auf einer Welle vor: es geht rauf und runter.

Es gibt einen fantastischen Trick, mit dem Du lernst, die wichtigsten Wörter zu betonen: Das Takten.

Ob beim Vortragen auf der Bühne oder beim Vorlesen eines Buches: das Takten hilft Dir, interessant zu sprechen.

Wie das Takten genau funktioniert, erklärt Matthias Pöhm in diesem Video:

Das Takten als Übung



3. Satzzeichen vorlesen


Achte beim Vorlesen eines Textes auf Satzzeichen. Sie deuten auf eine besondere Stimmung und Emotionen hin. Wenn Du die Satzzeichen mitliest, bekommt Deine Lesung mehr Schwung und die Zuhörer können Dir viel länger gespannt zuhören und besser folgen.

Bei einem Punkt geht die Stimme runter.

Bei einem Ausrufezeichen darfst Du ruhig etwas lauter und aufgebrachter werden.

Bei einem Fragezeichen geht die Stimme hoch.

Bei einem Komma ist der Satz noch nicht zu Ende. Deine Stimme geht leicht hoch, macht eine kurze Minipause und liest weiter.

4. Wörter und Endungen deutlich aussprechen


Viele Menschen nuscheln nicht nur beim Sprechen, sondern vor allem auch beim Vorlesen. Wenn Dich niemand versteht, hört Dir auch niemand lange zu.

Achte beim Vorlesen darauf, Wörter und Endungen nicht zu verschlucken. Öffne Deinen Mund ganz weit beim Lesen, sprich die Wörter klar und deutlich aus. Du kommst Dir anfangs etwas blöd vor, aber genauso ist es richtig. Der Mundraum muss sich ordentlich öffnen, um gut verstanden zu werden.

5. Finde Deine Indifferenzlage


Versuche beim Vorlesen Deine natürliche Sitmme (Indifferenzlage) zu finden und zu nutzen. Mache dazu einen Vergleich: Sprich einfach normal mit Deinem Partner und lies dann etwas vor. Du merkst, wie sich beim Lesen die Stimme hebt. Erstens hört sich diese Stimme nicht sehr angenehm an, zweitens wirst Du beim stundenlangen Vorlesen schnell heiser.

Wie findest Du Deine Indifferenzlage?

Mit entsprechenden Übungen gelingt das auf jeden Fall.

Mache mit Deiner Stimme ein Aaah-Geräusch wie beim Zahnarzt. Versuche jetzt in dieser Stimmlage zu sprechen. Das könnte Deine natürliche Stimme sein.

Oder zähle ganz monoton von 1 bis 10. Auch das ist höchstwahrscheinlich Deine natürliche Stimme.

6. Stimm-Training und Übungen


Wie immer macht regelmäßiges Training den Meister. Wenn Du Deine Stimme trainieren möchtest, dann empfehle ich den Online-Workshop von der Stimmmgeberin Jana Catharina Schmidt: "Bücher lebendig vortragen" helfen. Sie zeigt Dir wie Du Texte und Bücher lebendig vorträgst, Deine Stimme richtig einsetzt und Emotionen transportierst. Der Workshop dauert drei Stunden und findet mit nur wenigen Teilnehmern online statt. Zusätzlich nimmst Du tolle Übungen mit, um zu Hause weiter zu trainieren.

7. Noch einmal: Training


Wer wirklich gut werden will, muss trainieren, trainieren und noch einmal trainieren. Ganz einfach. Und das richtige Werkzeug bekommst Du im Workshop von Jana.

Zum Abschluss


Richtig vorlesen kann jeder lernen. Beim Vorlesen erzeugst Du eine Stimmung, wie ein Schauspieler, der ein Theaterstück vorträgt. Versuche deshalb nicht auf Biegen und Brechen, authentisch zu sein. Übertreibe stattdessen so viel es geht. Entfalte Dein schauspielerisches Talent. Spiele mit Deiner Stimme, Deiner Gestik und Deiner Mimik. Egal ob Du auf der Bühne stehst und eine Rede hältst oder aus Deinem Buch vorliest: erzähle Deinem Publikum eine Geschichte.

Trainiere das so oft es geht und Du wirst bald schon sehen, wie fesselnd und temperamentvoll Deine Ansprache ist und wie gerne andere Dir zuhören.

Richtig vorlesen: Wie klingt richtig?


Wie klingt eine Geschichte, wenn sie richtig vorgelesen ist?

Das ist eine essentielle Frage. Mit meinem Laienwissen würde ich sagen, dass ein Buch dann richtig vorgelesen ist, wenn die Erzählung nicht vorgelesen wirkt. Wenn die Zuhörer abtauchen und voller Spannung den nächsten Satz verschlingen.

Ein paar Tipps zur Kunst des Vorlesens verraten wir in den nächsten Zeilen.

Was macht man beim Vorlesen eigentlich falsch?


Sobald wir in den Vorlese-Modus wechseln, verändern wir unsere Stimmlage von "normal" in hoch und monoton. Wir wiederholen, was wir mit den Augen lesen ohne zu interpretieren. Meistens lesen wir nicht fließend, sondern stottern, verhaspeln uns und am Ende wirkt alles sehr angestrengt.

Klar, wir müssen erst sehen, welche Wörter uns da entgegenkommen. Deswegen klingt ein Fragesatz oft wie eine Aussage. Klar, schließlich sehen wir das Fragezeichen erst, wenn wir am Ende des Satzes angekommen sind. Wir überlesen Komas und andere Satzzeichen.

Wie liest man denn dann richtig?

Die 7 wichtigsten Tipps, um richtig vorzulesen


1. Übertreibe und betone


Stell Dir vor, wie es wäre, wenn ein Schauspieler seinen Text nur runterlesen würde. Langeweile pur. Wir mögen Filme, weil sich die Schauspieler in ihre Rolle hineinfühlen, sie leben sie und genauso sprechen sie auch ihren Text. Wir glauben, es ist real, dabei haben sie ihren Text nur auswendig gelernt.

Wenn ein Politiker eine Rede hält, dann ist sie oft vom Teleprompter abgelesen. Aber so wirkt sie nicht.

Wenn ein Text authentisch wirkt, dann vor allem deshalb, weil der Vorlesende den Text wie eine Welle vorliest oder vorträgt. Die Stimme geht rauf und runter. Und je übertriebener die Betonung, desto aufmerksamer hören wir zu.

Die Stimme wird lauter, sie wird leiser, schneller und langsamer und betont dabei diverse Wörter innerhalb eines Satzes.

Wenn Du also das nächste Mal ein Buch richtig vorlesen möchtest, dann versuche so viel und so übertrieben wie möglich vorzulesen. Du wirst Dir sicherlich ziemlich idiotisch vorkommen, weil es contra-intuitiv ist. Aber genau dann macht es Deinem Zuhörer mehr Spaß zuzuhören.

2. Ein Tipp von Matthias Pöhm


Matthias Pöhm ist Rhetoriktrainer und bringt anderen Menschen bei, vor Publikum zu sprechen.

Was hat das denn mit dem Vorlesen eines Buches zu tun?

Wenn Du einen Text oder ein Buch richtig spannend vorlesen möchtest, dann hebe innerhalb eines Satzes mehrere Wörter besonders hervor. Auf den ersten Blick scheinen alle Wörter in einem Satz wichtig zu sein. Stell Dir das Vorlesen wie das Schwimmen auf einer Welle vor: es geht rauf und runter.

Es gibt einen fantastischen Trick, mit dem Du lernst, die wichtigsten Wörter zu betonen: Das Takten.

Ob beim Vortragen auf der Bühne oder beim Vorlesen eines Buches: das Takten hilft Dir, interessant zu sprechen.

Wie das Takten genau funktioniert, erklärt Matthias Pöhm in diesem Video:

Das Takten als Übung



3. Satzzeichen vorlesen


Achte beim Vorlesen eines Textes auf Satzzeichen. Sie deuten auf eine besondere Stimmung und Emotionen hin. Wenn Du die Satzzeichen mitliest, bekommt Deine Lesung mehr Schwung und die Zuhörer können Dir viel länger gespannt zuhören und besser folgen.

Bei einem Punkt geht die Stimme runter.

Bei einem Ausrufezeichen darfst Du ruhig etwas lauter und aufgebrachter werden.

Bei einem Fragezeichen geht die Stimme hoch.

Bei einem Komma ist der Satz noch nicht zu Ende. Deine Stimme geht leicht hoch, macht eine kurze Minipause und liest weiter.

4. Wörter und Endungen deutlich aussprechen


Viele Menschen nuscheln nicht nur beim Sprechen, sondern vor allem auch beim Vorlesen. Wenn Dich niemand versteht, hört Dir auch niemand lange zu.

Achte beim Vorlesen darauf, Wörter und Endungen nicht zu verschlucken. Öffne Deinen Mund ganz weit beim Lesen, sprich die Wörter klar und deutlich aus. Du kommst Dir anfangs etwas blöd vor, aber genauso ist es richtig. Der Mundraum muss sich ordentlich öffnen, um gut verstanden zu werden.

5. Finde Deine Indifferenzlage


Versuche beim Vorlesen Deine natürliche Sitmme (Indifferenzlage) zu finden und zu nutzen. Mache dazu einen Vergleich: Sprich einfach normal mit Deinem Partner und lies dann etwas vor. Du merkst, wie sich beim Lesen die Stimme hebt. Erstens hört sich diese Stimme nicht sehr angenehm an, zweitens wirst Du beim stundenlangen Vorlesen schnell heiser.

Wie findest Du Deine Indifferenzlage?

Mit entsprechenden Übungen gelingt das auf jeden Fall.

Mache mit Deiner Stimme ein Aaah-Geräusch wie beim Zahnarzt. Versuche jetzt in dieser Stimmlage zu sprechen. Das könnte Deine natürliche Stimme sein.

Oder zähle ganz monoton von 1 bis 10. Auch das ist höchstwahrscheinlich Deine natürliche Stimme.

6. Stimm-Training und Übungen


Wie immer macht regelmäßiges Training den Meister. Wenn Du Deine Stimme trainieren möchtest, dann empfehle ich den Online-Workshop von der Stimmmgeberin Jana Catharina Schmidt: "Bücher lebendig vortragen" helfen. Sie zeigt Dir wie Du Texte und Bücher lebendig vorträgst, Deine Stimme richtig einsetzt und Emotionen transportierst. Der Workshop dauert drei Stunden und findet mit nur wenigen Teilnehmern online statt. Zusätzlich nimmst Du tolle Übungen mit, um zu Hause weiter zu trainieren.

7. Noch einmal: Training


Wer wirklich gut werden will, muss trainieren, trainieren und noch einmal trainieren. Ganz einfach. Und das richtige Werkzeug bekommst Du im Workshop von Jana.

Zum Abschluss


Richtig vorlesen kann jeder lernen. Beim Vorlesen erzeugst Du eine Stimmung, wie ein Schauspieler, der ein Theaterstück vorträgt. Versuche deshalb nicht auf Biegen und Brechen, authentisch zu sein. Übertreibe stattdessen so viel es geht. Entfalte Dein schauspielerisches Talent. Spiele mit Deiner Stimme, Deiner Gestik und Deiner Mimik. Egal ob Du auf der Bühne stehst und eine Rede hältst oder aus Deinem Buch vorliest: erzähle Deinem Publikum eine Geschichte.

Trainiere das so oft es geht und Du wirst bald schon sehen, wie fesselnd und temperamentvoll Deine Ansprache ist und wie gerne andere Dir zuhören.




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